Das Team der Wirtschafts-Woche-Wittlich 2015

Von links nach rechts: Heribert Lorscheider, Katrin Schade, Elisabeth Funk, Sabrina Eichhorn und Ausstellungsleiter Rainer Wener

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regionale Gewerbe- und Industrieausstellung

Grandioser Auftakt und bestes Wetter zum Ausklang

Bürgermeister Joachim Rodenkirch zieht nach vier Messetagen eine positive Bilanz zur neunten Auflage der Wirtschaftswoche Wittlich. Zahlreiche Besucher erlebten die Gewerbe- und Industrieschau vom 18. bis zum 21. September auf dem Messegelände in der Röntgenstraße. „Vier Tage lang hatten 236 Aussteller in acht Ausstellungshallen und auf dem großzügigen Freigelände die Gelegenheit sich bei mehreren zehntausend Besuchern zu präsentieren!“ sagt Joachim Rodenkirch und ergänzt: „Auch diese WWW hat unsere Erwartungen voll erfüllt!“

Eindrucksvoll verlief bereits am Freitagmorgen die Eröffnungsveranstaltung im Bungert-Event-Zelt. Vor gut 1.000 interessierten Besuchern begrüßte Wittlichs Bürgermeister zahlreiche prominente Ehrengäste mit einer pointierten Ansprache. Rodenkirch freute sich besonders über die große Nachfrage seitens der Aussteller. Auch durch die hochwertigen Messestände und Präsentationen sei die Wirtschaftswoche Wittlich ein Spiegelbild des wirtschaftlichen Kraftzentrums Wittlich und der Region. Außerdem punktet die WWW mit ihrer Vielseitigkeit, denn auf der Messe seien fast alle Branchen aus den Bereichen Handwerk, Handel, Industrie und Dienstleistung vertreten. „Auch wenn wir nicht nach Rekorden streben, mit 236 Ausstellern haben wir die bisherige Höchsteilnehmerzahl übertroffen!“ sagte Rodenkirch. Er wünschte allen Ausstellern anregende Gespräche und wenn möglich auch gute Geschäfte. Die zehnminütige Verspätung des Gastredners Christian Lindner überbrückten Moderator Thomas Vatheuer und Bürgermeister Rodenkirch mit einem kurzen Interview. Rodenkirch nutzte die Gelegenheit und danke auch dem Organisationsteam unter der Leitung von Rainer Wener für die hervorragende Vorbereitung und den Musikerinnen des Saxophonistinnen-Quartetts der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich.

Joachim Rodenkirch überraschte seinen prominenten Gast mit einem Zitat von Hans-Dietrich Genscher: „Alles beeinflusst weltweit alles!“, zitierte Rodenkirch den FDP-Ehrenvorsitzenden. Dies bedeutet letztlich, so Rodenkirch, dass in allen ökonomischen, sozialen und ökologischen Fragen Nachbarschaft nicht nur geographisches Nebeneinander, sondern auch unmittelbare Betroffenheit ohne geographische Nähe bedeutet. Eröffnungsredner Christian Lindner, FDP-Bundesvorsitzender und Vorsitzender der NRW-Landtagsfraktion, begründete seine Verspätung mit einer Vollsperrung der Bundesautobahn. Diese habe ihm zudem noch die Bekanntschaft mit rund 80 Kilometer rheinland-pfälzischer Landstraßeninfrastruktur eingebrockt. Neben zahlreichen Schlaglöchern sei auch eine permanente Breitbandunterversorgung zu verspüren gewesen, was wiederum die Politik auf den Plan rufe und zwar die Politik seiner Partei, der FDP. Christian Lindner spricht wie Rodenkirch auch die aktuelle Flüchtlingskrise an. Die hohen Erwartungen müssten auch langfristig erfüllbar sein. Kritisch äußert er sich auch zur deutschen Bildungspolitik. Schüler würden zwar auf dem Schulhof mit Smartphones interagieren, nach der Pause jedoch zurück in die Kreidezeit wechseln. Es könne seiner Meinung nach nicht angehen, dass sich heutzutage Rheinland-Pfalz mit Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Sachsen messe; heute müsse sich Deutschland mit China und Nordamerika messen. Brillant eloquent, forsch angriffslustig und sympathisch humorvoll – lässt sich Lindners Auftritt in Wittlich beschreiben. Der Politprofi glänzt zudem mit seiner charmanten Schlagfertigkeit. Kurz nach dem Beginn seiner Eröffnungsrede lud Lindner zwei Männer mit einem FDP-unfreundlichen Transparent dazu ein, weiter zu protestieren, allerdings unter der Bedingung, das Transparent bis zum Ende seiner Rede mit ausgestreckten Armen hoch zu halten. „Für Sie beide rede ich auch eine Stunde länger!“, sagte Lindner unter dem Beifall der Zuschauer und die Demonstranten beendeten ihren kurzen Protest umgehend. Rodenkirch bedankte sich bei Christan Lindner für dessen exzellente Rede und lud schließlich zu dem obligatorischen Messerundgang ein.